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DATUM: Friday, 15.04.2011,  19:00 Uhr
ORT: Weingärtner e.G. Schwaigern

"Zu Gast in der „Heuchelberg Weingärtner e.G.“ in Schwaigern"

Wir sind zu Gast im westlichen Teil des Heilbronner Weinlandes und besuchen an diesem Abend die renommierte Genossenschaft in Schwaigern. (Stadtbahn!)

 

Zu Gast bei den „Heuchelberg Weingärtnern“
Am 15.04.2011 besuchten die Mitglieder der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. die „Heuchelberg Weingärtner“ in Schwaigern, um im Rahmen des Jahresthemas „Baden-Württemberg“ die Weine der renommierten WG in unmittelbarer Nachbarschaft von Heilbronn zu probieren. Begrüßt wurden wir vom Kellermeister Dieter Steinbrenner im Foyer der WG mit einem 2008er Nordheimer „Pinot blanc de blanc Sekt“ extra brut, einem fruchtig spritzigen Sekt, der eine Verwandtschaft zum Champagner erahnen ließ.
Die WG, so Steinbrenner, startete mit 300 ha und hat nach Fusionen nun 630 ha Rebfläche, die von ca. 900 Mitgliedern bewirtschaftet werden. 74 % der Anbaufläche sind mit Rotwein, davon 110 ha Trollinger und 90 ha Lemberger, 26 % mit Weißwein, davon 140 ha Riesling bestockt. Der Herbst hat in aller Regel ca. 25 Lesetage, 6-9 Mio. kg Trauben werden durchschnittlich gelesen.
Die Weißweine der Probe stammten alle aus dem Jahrgang 2009. Die Verkostung der Weine startete mit zwei Rieslingen aus der Literflasche: Dem „Nordheimer Riesling“ QbA – ausdrucksvoll und elegant und dem „Privat“ Schwaigerner Grafenberg Riesling trocken mit guter lebendiger Rieslingstruktur, ist nur für Privatkunden käuflich. Ein spezieller Riesling ist der „Riesling Kabinett Alte Reben“ trocken aus mindestens 20 Jahre alten Rebstöcken, ertragsreduziert mit deutlicher Frucht, leicht mineralisch und frisch. Ausdrucksvoll, elegant und mit Tönen gelber Früchte wirkt dagegen die „Schwaigerner Grafenberg Riesling Spätlese“ trocken. Der Gewürztraminer ist eine sehr alte Rebsorte und in Schwaigern schon immer eine Spezialität. Die Nachfrage nach restsüßen Weinen steigt und dem wird man in der WG gerecht. Der „Schwaigerner Grafenberg Gewürztraminer Kabinett von zartem Rosenduft und elegant, die Auslese erinnert an exotische Früchte, hat Tiefe und die Restsüße verlängert den Abgang.
Bei beginnendem Sonnenuntergang konnte man die Weine des aus der Werbung bekannten „schönsten Württemberger Abendrots“ genießen: 2009er TrollingerAlte Reben“ QbA trocken – ein traditioneller Klassiker, der zum Trinken anregt, und ein Wein wie er gegensätzlicher nicht sein könnte: die 2010er Trollinger „VISION“ Tankprobe – maischevergoren, von jungen Winzern im großen neuen Holzfass ausgebaut, frisch und modern. Die „Paraderebsorte“ in Schwaigern ist der Lemberger. Der 2009er „Kleingartacher Grafenberg“ Lemberger QbA trocken präsentierte sich ganz „klassisch“, der 2008er Nordheimer Sonntagsberg Lemberger QbA trocken im Holzfass gereift hat eine klare Struktur mit deutlicher Beerenaromatik und geschmeidigen Taninen. Der 2009er „Lemberger Alte Reben“ QbA trocken mit Holzfassreife und Maischegärung aus ausgesuchten Lagen ist kräftig, komplex, mit wahrnehmbarem Gerbstoffgerüst und hat noch Potential. Ein Edelstein in Tropfenform ist der „Briolett“, eine Cuvée aus Lemberger und Cabernet-Sorten, der aus dem Jahrgang 2009 schon reif und weich wirkt und mit dichten Beerentönen ein Wein für besondere Anlässe ist.
Das Finale der Verkostung wurde von Qualitätsweinen, die „im Barrique gereift“ waren, bestimmt. 2008er „Rotwein trocken A + O“, eine Cuvée aus Spätburgunder, Acolon, Regent, Lemberger und Cabernet Mitos, jung komplex ein südländischer Rotweintyp mit vielfältigen Nuancen und langem Abgang. Der 2007er „Lemberger“ QbA trocken ein kraftvoller, dichter Wein mit feinen Vanillenoten und ausbalanciert. Krönender Abschluss die 2007er „Cuvée Cabernet“ trocken, die zu 85 % aus Cabernet Dorsa, zu 15 % aus Cabernet Mitos besteht, ein intensives Fruchtspiel hat, dicht und reif ist und mit viel Körper und ausgewogener Harmonie einen internationalen Rotweintyp repräsentiert.
Herzlichen Dank an Kellermeister der Heuchelberg Weingärtner , Dieter  Steinbrenner für die kompetente Kommentierung der Probe, die von der Schreibmeisterin Regina Brendle und dem Kellermeister der Weinbruderschaft Heilbronn, Peter Fleischmann zusammengestellt wurde.
Regina Brendle, April 2011

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