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DATUM: Wednesday, 13.07.2011,  19:30 Uhr
ORT: Heinrich-Fries-Haus

"Der VDP Württemberg"

Dipl.- Oenologe Dieter Blankenhorn (LVWO Weinsberg) stellt uns nicht nur den VDP Württemberg, sondern auch die Weine verschiedener Mitglieder vor.

 

Der VDP Württemberg
Der VDP Württemberg und Weine seiner Mitglieder wurden der Weinbruderschaft Heilbronn am 13.07.2011 von Dipl.-Önologe Dr. Dieter Blankenhorn (Staatsweingut Weinsberg) vorgestellt. Der VDP Württemberg hat derzeit 15 Mitglieder mit einer Rebfläche von 337 ha. Ein besonderes Qualitätsprodukt des VDP sind bekanntlich die „Großen Gewächse“, die in ihrer Stilistik höchsten Ansprüchen genügen und an diesem Abend verkostet wurden.
Zur Begrüßung wurden zwei Sekte gereicht: Ein 2007er Pinot brut des Weinguts Bentzel-Sturmfeder, frisch und spritzig und ein 1999er Pinot extra brut des Schlossgutes Hohenbeilstein (der Grundwein lag 9 Jahre auf der Hefe!); sehr präsent und fruchtig im Gaumen.
Dr. Blankenhorn, ein Vorreiter in Sachen Weinqualität und –stilistik im Anbaugebiet Württemberg präsentierte die Weine zunächst verdeckt, um in Anschluss an die Diskussion dem Auditorium die Herkunft der Weine bekannt zu geben.
Klassischer Auftakt der Württemberger Weinprobe war der Riesling mit zwei ganz ähnlichen Paarungen des Jahrgangs 2009 aus der gleichen Lage: Einem Stettener Brotwasser des Herzogs von Württemberg mit feinem Duft und  Säurespiel, stand ein floral duftender, filigraner Stettener Pulvermächer von Hans Haidle gegenüber. Der Riesling Untertürkheimer Herzogenberg des Weinguts Wöhrwag überzeugte durch klare Struktur und Mineralität, der Riesling Fellbacher Lämmler vom Weingut Gerhard Aldinger in Fellbach präsentierte sich dicht, opulent mit einem langen Finale.
Der nächste „Dreier-Vergleich“ widmete sich den unterschiedlichen Ausprägungen des Spätburgunders aus dem Jahrgang 2008: Sehr fruchtig und elegant mit viel Druck am Gaumen der Spätburgunder Fellbacher Lämmler des Weinguts von Rainer Schnaitmann, schlanker, fast floral wirkte der Neckarsulmer Scheuerberg vom Weingut Drautz-Able, Heilbronn. Hohe Anerkennung beim Auditorium genoss der Spätburgunder Burg Wildeck des Staatsweinguts Weinsberg, der den 2. Platz beim Vinum Rotweinpreis belegt hatte und mit intensivem Duft, Volumen und Eleganz beeindruckte.
Die regionaltypische Sorte Lemberger aus dem Jahrgang 2008 wurde mit dem folgenden Terzett verkostet: Der Lemberger „Junges Schwaben“ des Weinguts Rainer Wachtstetter lagerte 20 Monate im Barrique; mit tiefen Mocca- und Röstaromen. Fruchtig und elegant war der „Klassiker“ vom Neipperger Schlossberg aus dem Weingut des Grafen Neipperg; dominante Barriquetöne und dunkle Beerenfrüchte beherrschten das Geschmacksbild des Lembergers vom Verrenberger Verrenberg des Weinguts Fürst Hohenlohe-Oehringen.
Auch im ‚Ländle‘ gewinnen die roten Cuvées immer mehr an Bedeutung und so wurden zum Abschluss  drei Cuvées des Jahrgangs 2007 verkostet: Eine Vignette HADES des Weinguts Graf Adelmann aus Lemberger, Spätburgunder und Cabernetsorten mit Aromen von frischen Waldbeeren und Schokolade im Gaumen. Die Kreation Rot vom Weingut Ernst Dautel aus 50 % Lemberger, 40%Merlot und Cabernetsorten zeigte reife, kompakte Sauerkirsch- und Beerenaromen in Nase und Gaumen. ‚Last but not least‘: Die Cuvée Nikodemus HADES des Weinguts Jürgen Ellwanger aus Merlot und Cabernet Cubin, die würzig, und dicht, dabei aber auch rund und kompakt den krönenden Abschluss der Probe bildete und mit 91,6 Punkten die Höchstbewertung des Abends erhielt.
Die ausgezeichnete Qualität der präsentierten Weine macht die von den Teilnehmern vorgenommene
Bewertung mit einem Durchschnittswert von 89,4 Punkten („hervorragend“) deutlich!
Ganz herzlichen Dank an Dr. Dieter Blankenhorn für diese kompetente Präsentation. Es war der Höhepunkt im 20ten Gründungsjahr unserer Vereinigung, der allen Teilnehmern sicher lange in Erinnerung bleiben wird und dem die Anwesenheit der charmanten Württembergischen Weinkönigin Karolin Harsch einen besonderen Glanz verlieh.
Juli 2011
RB/KES

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