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DATUM: Wednesday, 12.12.2012,  19:30 Uhr
ORT: Heinrich-Fries-Haus

"Die schäumende und süße Seite Spaniens"

Zum Abschluss unseres „Spanien-Jahres“ lernen wir Cavas und Süßweine aus verschiedenen spanischen Anbaugebieten kennen und -lieben-.

 

Cava & Sherry am 11. Dezember 2012 in der Weinbruderschaft Heilbronn e.V.
Im Probenjahr 2012, in dem Spanien Hauptthema war, dürfen die „schäumende und die süße Seite“ des Weinspektrums dieses Landes nicht fehlen und so kamen an diesem Abend Cavas und Sherrys zur Verkostung, die von Dipl.Betriebswirtin (FH) Kristina Kramer und Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt vorgestellt wurden.
Zum prickelnden Auftakt stellte Karl-Ernst Schmitt zwei Cavas vor, die von Produzenten aus Sant Sadurni d’ Anonia (Penedes) stammten, dem Ort in Spanien, wo jährlich 1 Mio. l. Cava produziert werden. Der fruchtige Cava „Selectión Raventós Brut“ Codorniú wurde zum 125jährigen Jubiläum der Kellerei kreiert. J. Raventos galt als Pionier der Cava-Herstellung und produzierte diesen schon seit dem Jahre 1872, der Name „Cava“ wurde 1972 geschützt. Rebsorten sind Macabeo, Xaraello, Parelada und Chardonnay. Mit feiner Perlage und frischem Geschmack nach Äpfeln, Birnen und Zitrusfrüchten präsentierte sich der „2008er Cava Reserva“ der Bodega Agosti Torello Mata, der aus Macabeo,  Xarelo und Subiturat Parent verschnitten wurde und 36 Monate auf der Hefe lagerte.
Über die theoretischen Grundlagen zum Thema Sherry klärte uns Frau Kramer mit ihrer kurzen, sehr informativen Präsentation auf. So erfuhren wir nicht nur vieles zur Geschichte und den klimatischen Bedingungen für Sherry sondern auch die Rebsorten, Herstellungsverfahren und Sherrystile. Selbstverständlich wurden die Ausführungen auch praktisch ergänzt und so probierten wir zunächst den 2010er Palomino Fina „Castello de San Diego“, Antonio Barbadillo aus Sanlucar de Barrameda, den Grundwein des Sherrys aus der Rebsorte Palomino der doch eher geschmacksneutral wirkte. Was daraus werden kann, zeigten uns die folgenden Proben.
Mit dem Manzanilla „La Guita“ Estate Hijos de Rainera Perez Martin aus Sanlucar de Barrameda und dem PX Fino „Gran Barquero“, Bodega Pedro Barquero, Montilla Moriles kamen zwei Sherrys zum Vergleich, die unter Florhefe gereift hellgelb im Glas einen ersten Eindruck der Raffinesse eines solchen Getränks vermittelten. Genauso einladend verführerisch der Palomino Fino der bekannten Bodega Gonzales Byass aus Jerez de la Frontera. Zu all diesen Sherrys passten ganz hervorragend die von Ilse-Marie Litfin vorbereiteten Tapas wie Oliven, Salzmandeln und ‚Jamón serrano‘ wie auch ein ‚queso manchego‘. Eine feinere Variante dieser Art  Sherrys war der „Amontillado“ der Bodega Sanchez, ebenfalls aus Jerez de la Frontera, der mit bräunlicher Farbe nussig und nach Dörrobst schmeckte. Eine Rarität aus dem Privatkeller von Frau Kramer war der über 30 Jahre alte „Palo Cortado“ VORS der Bodega Tradición in Jerez de la Frontera, der geschmacklich an gedörrte Aprikosen und Nüsse erinnerte.
In die Kategorie der ohne Florhefe gereiften Sherrys fielen der „Oloroso“ der Bodega Sánchez Romate mit Karameltönen und schlanker als ein Amontillado und der Pedro Ximénez „San Emilio“ Solera Riserva der Bodega Emilio Lustau, dunkelbraun mit Tönen von Toffee, getrockneten Pflaumen und Kaffee, beide aus Jerez de la Frontera. Zu diesen Sherrys genossen wir dunkle Schokolade und von Ilse-Marie Litfin hergestelltes Feigenkonfekt.
Zur geschmacklichen Neutralisation probierten wir noch zwei Cavas des Jahrgangs 2007: „Roger Goulart Brut Rosé“ aus der gleichnamigen Bodega in Sant Esteve, eine Rarität in rosé, fruchtig nach roten Beeren schmeckend, frisch und lebendig und den 2007 Cava „Roger Gouart Brut Reserva der gleichen Bodega, der 24 Monate auf der Hefe in der Flasche lag mit Noten von Limette, grünem Apfel und Mirabellen. Ein wahrer Genießerabend war schnell zu Ende und weckte einmal mehr die Reiselust nach Spanien.

Ganz herzlichen Dank an die Dozenten des Abends, Frau Kramer und  Karl-Ernst Schmitt, an Ilse-Marie Litfin für die Tapas und das Konfekt und an Kellermeister Wolfgang Heinrich fürs Einschenken und die vorweihnachtlich stimmungsvolle Dekoration unseres Probenraumes.
Regina Brendle, Dezember 2012

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