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DATUM: Saturday, 26.01.2013,  19:00 Uhr !
ORT: Ratskeller Heilbronn

"Impressionen aus Süditalien und Württemberg"

Prämierte Weine aus Württemberg u.a. beim „VINUM Deutscher Rotweinpreis 2012“ und aus Süditalien begleiten unser traditionelles Galamenü im Ratskeller Heilbronn.

 

Galamenü der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. am 26. Januar 2013 im Ratskeller Heilbronn
Im festlich geschmückten Rahmen der Frankenstube des Heilbronner Ratskellers fand am 26.01.2013 das Galamenü der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. statt. Nach einem prickelnden Empfang bei einem „2011er Besigheimer Felsengarten Riesling Sekt brut“ der Felsengartenkellerei Besigheim begrüßte Karl-Ernst Schmitt die Mitglieder und Gäste mit den Worten von Plato: „Vergebens klopft, wer ohne Wein an die Pforte der Musen!“ und wünschte uns für das neue Jahr viele Treffen mit denselben. Zum achten Mal werden an diesem Abend Weine aus dem Land, welches Jahresthema ist, in diesem Jahr der „Süden Italiens“, zusammen mit württembergischen Weinen kombiniert zu einem eigens dafür kreierten Menü. Die italienischen Weine auf einem 2-3-bicchiere-Niveau im Gambero Rosso wurden besprochen von Karl-Ernst Schmitt, die ausgezeichneten württembergischen Weine von Wolfgang Heinrich. Karl-Ernst Schmitt wies darauf hin, dass es sich um keine Vergleichsprobe handelt, sondern um die Erkennung der Harmonie von „Wein und Speisen“ trotz unterschiedlicher Natur der jeweiligen Weine.
Zum Gruß aus der Küche, einem mit Schinken kunstvoll umwickelten Crissini auf Antipasti wurde ein „2011er Trollinger Dry“ des Weinguts Neumann gereicht, der mit seiner Kraft, erkennbarem Gerbstoff und Aromen von Johannisbeeren, Sauerkirschen und Bittermandeln den ihn besprechenden Wolfgang Heinrich an den Trollinger seines Vaters erinnerte.
Die Vorspeise, geräucherte Streifen von der Barberieentenbrust mit marinierten roten Linsen an einem Bukett von Feldsalat in Vinaigrette mit Orangenfilets wurde begleitet von zwei kräftigen Rotweinen: Der „2009er Privatkeller“ des Weinguts Albrecht-Kiessling wird, so Peter Albrecht nur in guten Jahren aus Lemberger, Samtrot, Cabernet Dorsa und Cubin ausgebaut und ist international konkurrenzfähig, was die diesjährige Auszeichnung mit dem 3. Platz beim deutschen Rotweinpreis bestätigt. Der „2010er Torcicoda Primitivo“ des zu Antinori gehörenden Weinguts Tormaresca erinnerte geschmacklich an vollreife Kirschen, Schokolade und würzige Tannine.
Der Fischgang, das Filet vom Loup de mer auf der Haut gebraten mit Safranrisotto wurde von einer von Wolfgang Heinrich entdeckten Württemberger Rarität begleitet: einem „2011er Viognier“ der Weingärtner Cleebronn-Güglingen! Ein Wein von seidiger Struktur, komplexen Aromen und als „Jungfernwein“ ein absoluter Geheimtipp, da es davon nur 137 Liter insgesamt gab. Demgegenüber wurde ein „2011er Greco Molise“ von Di Majo Norante verkostet, der mit fruchtigen Tönen nach grünen Äpfeln und Birnen und einer mineralischen Säure seinen eigenen Charakter entwickelte.
„Rot“ ist die Farbe der Weine des Hauptgangs: Geschmorte Ochsenbäckchen in Cabernet Sauce mit Zucchini- und Karottengemüse und gerösteten Polentatalern und bei den Roten zählen – so Karl-Ernst Schmitt – die zu den besseren, die schon ins „Schwarze“ gehen. Mit viel Glück hatte Wolfgang Heinrich den mit dem deutschen Rotweinpreis ausgezeichneten „2008er Cabernet Mitos“ des Weinguts Hirsch ergattert, der nicht nur durch intensive Farbe sondern auch Geschmack nach dunklen Beeren und weiche Gerbstoffe überzeugte. Auch der „2010er Gravello“ von Librandi wartete mit tiefintensiver Farbe und Geschmacksnuancen von schwarzen Beeren und reifer Pflaume auf. Beide Weine waren ganz ideale Essensbegleiter.
Zum guten Schluss hatte man die Qual der Wahl: Käse vom Tölzer Käsladen, begleitet von einem „2008er Samtrot Ernst Combée“ von Weingut Wachtstetter, dessen Nuancen von Pfeffer, Vanille, Kirschen und im langen Abgang Nüsse, ein Hauch von Bitterschokolade mit den verschiedenen Käsesorten bestens harmonierten, oder ein erfrischender „Spumante Arunda Vivaldi rosé brut“ der Sektkellerei Reiterer welcher das Tiramsu umschmeichelte.
Ein genussreicher – und im Hinblick auf weitere Veranstaltungen verheißungsvoller – Abend ging spät zu Ende. Herzlichen Dank an Karl-Ernst Schmitt und Wolfgang Heinrich sowie an Jürgen Mosthaf und seine Brigade für die hervorragende Küche und den perfekten Service.
Regina Brendle, Januar 2013-02-02

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