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DATUM: Saturday, 12.10.2013,  19:00 Uhr !
ORT: Heinrich-Fries-Haus

"Benefizveranstaltung: Berühmte Weinbaubetriebe Siziliens"

In der internationalen Weinwelt so klangvolle Namen wie z.B. Donnafugata, Morgante, Planeta, u.a. und deren großartige Weine stellt uns an diesem Abend Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt vor. Traditionsgemäß überreichen wir bei dieser Veranstaltung auch unsere jährliche Spende.

 

Berühmte Weinbaubetriebe Siziliens
Am kühlen und nassen Herbstabend des 12.10.2013 entführte Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt die Weinschwestern und Weinbrüder als Abschluss des Italien-Probejahres mit seiner Weinprobe ins sonnige Sizilien, wo schon seit dem 8. Jh. v. Chr. von den Griechen Wein angebaut und auch auf dem italienischen Festland geschätzt wurde. Dort gibt es auch heute noch viele autochthone Rebsorten und so treffen diese Weine nicht immer den modernen, uniformen Geschmack. Mit 112.700 ha Rebfläche wird dort 10 % mehr Wein angebaut als in Deutschland, die Reben wachsen bis auf 1.000 m Höhe und – was überrascht – es wird mehr Weißwein als Rotwein angebaut.
Gleich zu Beginn präsentierte sich uns die Vielfalt der Rebsorten Insolia, Cataratto und Grecanio im „2012er Regaleali Bianco“ von Tasca d’ Almeria, Palermo, ein frischer, klarer und eigenständiger Wein, wohingegen im gegenübergestellten „2012er Santagostino Baglio Soria Bianco“ zur Hälfte der bekannte Chardonnay und Catarratto enthalten war und die Barriquelagerung eindeutig dominierte. Die beiden folgenden Weine kamen vom größten Investor auf der Insel, vomWeingut Planeta, dessen Önologin zur „Donna del Vino“ gekürt wurde und dessen 300 ha Rebfläche modernst bewirtschaftet werden. Entsprechend international präsentierte sich der „2010er Chardonnay; Sambuca di Sicilia“ unverkennbar mit Barriquelagerung, cremig, mit üppigen Noten von Vanille und Aprikosen. Eigenwilliger und „frischer“ wirkte dagegen der „2009er Cometa“ aus 100% Fiano-Trauben.
Ein von Elisabeth und Herbert Kern vorbereiteter „Gourmetteller“ mit italienischem Schinken-. und Käsespezialitäten wurde zwischen Weiß- und Rotweinen serviert. Als Begleiter dazu eigneten sich sowohl der „2009er Etna Rosso IGT Sicilia“, aus Nerello Mascalese und Nerello Cappuccio-Trauben vom Weingut Firriato aus Paceco mit Aromaten von roten Kirschen, aber auch der „2010er Benaura, IGT Sicilia“ aus Nero d’ Avola und Syrah von Cusumano, Partinico, der runder und süffiger wirkte. Die folgenden Weine zeigten, wie facettenreich sich Nero d’Avola präsentieren kann: Der „2009er Mandrarossa Carthago“ von Settesoli, einer Genossenschaft, die den Wein in Allier-Eiche ausbaut und so Pfeffer und Gewürznoten und Aromen von Amarenakirschen hervorbringt; der „2009er Don Antonio“ von Morgante, der noch konzentrierter wirkte als sein Vorgänger und der „2007er Tancredi“ Contessa Entellina, von Donnafugata, der durch die Beigabe von Cabernet Sauvignon vielschichtiger und strukturierter ist. Doch es gab noch Steigerungen: Lange Maischestandzeiten und Mengenreduktion ließen den Namen des „2008er Harmonium“ von Firriato angemessen erscheinen, die begleitenden Pflaumenaromen und die komplexe Tanninstruktur bekräftigen dies. Auch beim folgenden 2006 erNero d’ Avola, von Cusumano ist der Name „Ságana“(vom arab. Einkellern) als gutes Omen zu werten und rechtfertigt die Lagerzeit mit reichhaltigen Aromen von Piment und Kräutern und einem langen Abgang. Dass aber auch Cuvées aus den autochthonen Rebsorten sehr gute Weine hervorbringen bewies der „2005er Palari Faro“ aus Nerello, Caupccio, Nocera, Acitana, Tignolino, Galtena, und Calabrese von Palari, Messina, einem Weingut, das über Jahre hinweg ununterbrochen 3 bicchiere im Gambero Rosso erhält und einen Spitzenwein hervorbringt der mit komplexen Aromaten, Dichte und Fülle krönender Abschluss dieser Verkostung war.
Ganz herzlichen Dank an Karl-Ernst Schmitt für diese aufwändig recherchierte önologische Reise durch Sizilien und an Elisabeth und Herbert Kern für die Vorbereitung der kulinarischen Ergänzung.
Regina Brendle, Oktober 2013

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