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DATUM: Wednesday, 16.03.2005,  19:00 Uhr !
ORT: Schloss in Schwaigern

"Weingut des Grafen Neipperg"

Wir sind zu Gast in diesem renommierten Traditionsgut, einer der besten Adressen Württembergs.
(Möglichkeit zur Anfahrt per Stadtbahn!)

 

In der Tradition des jährlichen Besuchs eines regionalen Weingutes war die Weinbruderschaft Heilbronn zu Gast im Weingut des Grafen Neipperg im Schloss zu Schwaigern.

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Wie Graf Neipperg mitteilte, werden alle Rotweine maischvergoren und im großen Holzfass, in geringem Umfang auch in Barriques ausgebaut, deren Holz sorgfältig in den gutseigenen Forstbeständen ausgesucht wird. Dass sich diese Selektion bewährt, zeigte der 2002er Samtrot "Neipperger Schlossberg" mit ausgeprägten Fruchtaromen und einer sehr dezenten Holznote.

Die präsentierten Rotweine zeigten insgesamt außerordentlich schöne Beeren- und Fruchtaromen gepaart mit zurückhaltenden hintergründigen Holznoten. Dies macht besonders den Lemberger, der bereits seit dem Jahr 1810 an- und ausgebaut wird zu einem Spitzenerzeugnis dieses Weingutes, wie es die 2003er Lemberger Auslese tr. bewies.
Krönender Abschluss der Rotweinserie: Eine 2001er "S.E. Rotweincuv?e" aus den Traubensorten Lemberger, Samtrot und Schwarzriesling, 24 Monate im Barrique gereift, das seinem Namen "Seine Erlaucht (S.E.)" durch seine Komplexität und den opulenten Beerenaromen alle Ehre macht.

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Ganz vorzüglich auch die präsentierten Weißweine, vom idealen Sommerwein, einem 2004er Rivaner tr. bis zum Großen Gewächs, dem 2002er Riesling Spätlese tr. aus der Spitzenlage "Schwaigener Ruthe", von 34 Jahre alten Rebstöcken und reduzierten Erträgen (ca.30 hl / ha), einem Exportschlager in die USA und nach Japan.

Apropos Export: Neipperger Weine werden für die gehobene und die Spitzengastronomie in Deutschland sowie in alle Welt verkauft. So auch ein Traditionswein dieses Gutes, ein schlank und sehr elegant ausgebauter Muskateller, den die Neipperger in historischer Verbindung mit dem Hause Habsburg schon im 18. und 19. Jahrhundert oft unter erschwerten Bedingungen an den kaiserlichen Hof nach Wien geliefert haben.
Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir auch, dass schon Hildegard von Bingen den Muskateller als "Aphrodisiakum" empfohlen haben soll !

Es war ein sehr informativer und anregender Probenabend, an dem Graf Neipperg den vielen Fragen des sehr interessierten Auditoriums hinsichtlich An- und Ausbaumethoden sowie zur Tradition des Hauses Neipperg ausführlich und oft humorvoll begegnete.Ein herzliches Dankeschön an Karl Eugen Erbgraf zu Neipperg für die tolle Präsentation seiner vorzüglichen Kreszenzen aus den Spitzenlagen des Weingutes, dem „Neipperger Schlossberg“ und der „Schwaigener Ruthe“.

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