Weitere Informationen

Text drucken

Fenster schließen

 
DATUM: Friday, 08.12.2017,  19:00 Uhr
ORT: Bahnhof Bretzfeld

"Der Bahnhof Busch in Bretzfeld"

Unseren Jahresabschluss begehen wir im historischen Bahnhof Bretzfeld bei regionaler Küche und Weinen des bekannten Weingutes Busch in Bretzfeld. (Fahrt mit S 4)

 

Mit einer Exkursion zum vom Winzer des Jahres 2016/2017 und 2018 Markus Busch aufwändig renovierten Bretzfelder Bahnhof beendete die Weinbruderschaft Heilbronn e.V. am 08.12. 2017 ihr Probenjahr. Nach einer durch technische Probleme der S4 bedingten Verspätung mit Wartezeiten bei winterlichen Temperaturen bereitete man uns im Nebenraum des gut besuchten Restaurants einen Empfang mit einem adstringierenden 2016er Bio-Riesling und einem außergewöhnlichen 2012er Riesling Barrique.

Der Betrieb, so Markus Busch begann im Jahr 2002 verstärkt mit Weinbau, nachdem sein Großvater noch einen landwirtschaftlichen Mischbetrieb hatte. Er selbst hatte vor seiner Ausbildung zum Weinbautechniker eine landwirtschaftliche Ausbildung durchlaufen und der Name „Karl Busch“ blieb erhalten, weil an der Mosel zur gleichen Zeit ein Weinbaubetrieb gleichen Namens begann. Der nächste Weißwein der Bio-Linie war ein eleganter 2015er Chardonnay mit verhaltenen Holzaromen; der 2014er Kerner aus der Premium Barrique Serie überzeugte doch mit mehr Finesse und der niedrige Ertrag, sowie die Vorselektion im Weinberg wurden deutlich schmeckbar.

Zum 2015er Lemberger trocken, einem „Einstiegs-Lemberger“ wurden dann die von uns vorbestellten schwäbischen Speisen serviert, die dann durch den 2012er Lemberger aus der Premium Barrique Serie und seinem dichten, körperreichen Geschmack mit gut eingebundenen Holzaromen schön abgerundet wurden. Dass er auch Trollinger kann bewies Markus Busch durch den 2014er selektierten Trollinger, der nach offener Maischevergärung etwas abseits des Mainstream-Geschmacks steht und trotzdem noch authentisch wirkt. Zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt ein „Must to have“, aber durchaus den Probierschluck wert war der  2014er St.Laurent Premium, der noch sehr frisch und unruhig auf der Zunge ankam – hier ist wohl sicher noch etwas Geduld nötig.

Zum Abschluss überzeugte ein 2013er Spätburgunder aus der Premium Barrique Serie. Spätburgunder ist die zweitwichtigste Sorte des Weinguts, das flächenmäßig nicht vergrößert werden soll, trotz der für die Region relativ hohen Preise keine Absatzprobleme kennt und keinen Wein verkorkt, da der Inhalt der Flasche wichtiger ist als der Verschluss, so Busch. Der Spätburgunder bewies dies deutlich. Zum Abschied bekamen wir noch einen 2012er Lemberger Eiswein spendiert, der mit Aromen von vollreifem Granatapfel auch noch in der S-Bahn nachhallte.

Danke an Markus Busch für die offenen Worte bei der Kommentierung der Weinprobe und an sein Küchenteam für den gut getimten Service.

Regina Brendle, Dezember 2017

nach oben