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DATUM: Saturday, 19.01.2019,  19:00 Uhr
ORT: Heinrich-Fries-Haus

"Neujahrsempfang und Aufnahme eines neuen Mitglieds."

Mit ausgesuchten Weinen und gutem Essen starten wir in unser neues Veranstaltungsjahr. Die Neuaufnahme eines Mitgliedes steht im Mittelpunkt des Abends.

 

Beim bereits zum zweiten Mal in Folge stattfindenden Neujahrsempfang der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. begrüßte Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt Mitglieder und Gäste im festlich geschmückten Saal des Heinrich-Fries-Hauses am 19.01.2019 bei einem Glas des eleganten 2014er Blanc de Noir Sekt der WG Lauffen und wünschte allen ein gutes neues Jahr 2019. Besonders begrüßte er Kellermeister Wolfgang Heinrich, der nach langer Erkrankung wieder erstmals an einer Veranstaltung teilnahm und sich für alle guten Wünsche bedankte.

Phantasievoll ergänzt wurde der Aperitif durch das vielfältige Fingerfood, welches Mitglieder bzw. deren Ehefrauen gespendet hatten. Das Jahresmotto „Cuvées“ wurde bei der Weinauswahl dieses Abends teilweise berücksichtigt, auch reinsortige Weine kamen zum Ausschank. Entsprechend des Buffets wurden die deutschen Weine von Thomas Drachler, die italienischen Weine von Karl-Ernst Schmitt ausgewählt. So konnte man gleich zu Beginn nach zwei verschiedenen sehr guten Rieslingen, einem 2016er Bopparder Hamm Engelstein Großes Gewächs des Weinguts Müller und einem 2015 er Heilbronner Stiftsberg Riesling Auslese trocken des Weinguts Schäfer-Heinrich diesen gleich zwei italienische Weine gegenüberstellen: den 2016er Podium Verdicchio Superiore von Garoffoli und den 2016er Biancosesto DOC von La Tunella, beide waren sowohl den Rieslingen als auch der Auswahl an italienischen Wurstwaren kaum gewachsen und ergänzten eher die Gemüse-Antipasti.

Mit einem kurzen Zwischenruf zu Komparativ und Superlativ bei der Weinbeurteilung lockerte Hartmut Clemens die ersten Diskussionen auf, bevor Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt das neue Mitglied, Frau Kohler-Lex feierlich in die Bruderschaft aufnahm und auf deren Regeln einschwor.
Eine interessante Auswahl an Rotweinen, die auch sehr gut zu dem von Weinschwester Dorothea Braun-Ribbat gespendeten französischen Käsebuffet passte, erwartete die Genießer: Die kräftigfruchtige 2015er Cuvée Maximilian des Weinguts Kistenmacher-Hengerer ließ allerdings die 2015er Cuvée Petit Rouge durch ihre Unreife ihren Namen (frz. petit=klein) rechtfertigen. Die Wahl zwischen den beiden 2015er DOCG Chianti Classicos, dem Gallo Nero Dievole und Brolio di Bettino, Barone Ricasoli, beides sehr fruchtige Weine mit Mandelnoten, fiel schwer, machte aber auch Spaß und lud zu Diskussionen ein.

Roland Beck richtete ein Dankeswort im Namen des Genusses an den Bruderschaftsrat brachte seine Freude über die Wertschätzung innerhalb des Vereins zum Ausdruck. Hartmut Clemens und Holger Schmittchen besprachen in einem launigsatirischen Duett hingegen das Thema „Nörgelei“ zu Weinthemen wie Korkgeschmack, Böckser und Pferdesattel.

Drei „Blindproben“ stellten die Mitglieder auf die Probe: Der von Karl-Ernst Schmitt angestellte 2011er St. Emilion Grand Cru wurde von dessen Kennern schnell entlarvt, genauso wie die von Dieter Kiessling gestiftete Magnumflasche der 2015er Lemberger Spätlese aus Roßwag. Mehr Kopfzerbrechen verursachte der von Hartmut Clemens gespendete, aus einem eher nicht vinophilen Land, nämlich der Türkei, stammende 2016er Öküzgözü – nicht nur sprachlich ein Zungenbrecher.

Eine Genusssteigerung im Rahmen des Weinbuffets bot der 2014er Cerasuolo di Vittoria DOCG, ein Nero d‘ Avola aus Sizilien, der mit Kirsch- und Ledernoten einen vollmundigen, umfassenden Abschluss bot. Für Naschkatzen hatte Dagmar Drachler noch zwei Dessertcremes zubereitet.

Ganz herzlichen Dank an alle Mitwirkenden des Abends und im Sinne der von Hartmut Clemens von Goethe zitierten Worte „kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck ist bleibend“ hofft man auf ein baldiges, zahlreiches Wiedersehen bei der anstehenden Mitgliederversammlung.

Regina Brendle, Januar 2019

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