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DATUM: Wednesday, 21.09.2005,  19:30 Uhr
ORT: St. Peter + Paul

"Große Gewächse Riesling 2003 aus linksrheinischen Anbaugebieten"

Eine Begegnung mit hochfeinen Weinen von Winzern aus der Eliteliga der deutschen Weinerzeuger.
Ein Höhepunkt unseres Jahresprogramms!

 

 

Große Gewächse 2003 aus linksrheinischen Anbaugebieten

Ein Höhepunkt im Rahmen des Jahreshauptthemas „der Superjahrgang 2003“ war die Weinprobe „Große Gewächse 2003 aus linksrheinischen Anbaugebieten“ am 21. September 2005, welche im Gemeindehaus St. Peter und Paul stattfand und von Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt moderiert wurde. Dabei kamen Rieslinge aus der Eliteliga der deutschen Weinerzeuger zur Verkostung.

Von den mediterranen Klimaverhältnissen des Jahres 2003 haben die Winzer an Nahe, Mosel-Saar-Ruwer und Ahr profitiert und es wurden dort beste Rieslinge erzeugt. Die ersten drei Proben Riesling Spätlese trocken „Großes Gewächs“ stammten aus der Pfalz. Der „Forster Pechstein“ von Reichsrat von Buhl von goldgelber Farbe war mineralisch, dicht und von stabiler Säure, der „Forster Ungeheuer“ von Georg Mosbacher dagegen mit Zitrustönen im Duft wirkte doch eher flach und bitter im späten Abgang. Der „Königsbacher Idig“ von A. Christmann besticht durch Fruchtigkeit, Eleganz und Komplexität.

Aus Rheinhessen stammten die folgenden drei Weine: „Nackenheimer Rothenberg“ Riesling Spätlese von Gunderloch mit hohem Restzucker, vielfältigen exotischen Fruchttönen und kompaktem Abgang. „Westhofener Morstein“ Riesling trocken „Großes Gewächs“ von Wittmann mit dichter Nase, voluminös, fruchtig und dicht – ein hervorragender Wein! Von einem der besten Rieslingerzeuger, Klaus Keller in Flörsheim-Dalsheim kommt der „Dalsheimer Hubacker“ Riesling trocken „Großes Gewächs“, komplex, mineralisch und voluminös.

Ein Abstecher an den Mittelrhein führt uns zu Toni Jost, Bacharach, dessen „Bacharacher Hahn“ Riesling die Schieferböden schmecken ließ und der sehr lebendig wirkt. Die beiden Riesling Spätlesen trocken „Großes Gewächs“ von der Nahe waren für eine Überraschung gut:  Der „Monzinger Halenberg“ von Emrich-Schönleber gewann den 2. Preis beim deutschen Rieslingwettbewerb. Konzentrierte  florale Aromen und feinfruchtige Frische machen diesen Wein zum wahren Trinkvergnügen! Der „Monzinger Halenberg“ von Schäfer-Fröhlich war der Sieger beim deutschen Rieslingerzeugerpreis 2005 und wirkte spritzig, frisch klar und fein strukturiert – ein „idealer“ Riesling!

Die nun folgenden Rieslinge waren alle von Auslese-Qualität: Die „Bopparder Hamm Feuerlay“ Riesling Auslese von Weingart in Spay war noch zu jung und von internationaler Machart. Das letzte „Probenterzett“ dieser Qualitätsstufe kam von den Hängen der Mosel: „Graacher Himmelreich“ von Willi Schaefer, ein Wein von über 70 Jahre alten Reben wirkt schlank, filigran und lädt zum Weitertrinken ein. Die „Wehlener Sonnenuhr“ von J.J. Prüm, einem der Ausnahmeweingüter Deutschlands, ist extrem mineralisch, knapp in der Säure und bedarf noch weiterer Lagerung. Krönender Abschluss dieser Probe war der „Brauneberger Juffer“ von Fritz Haag, ein filigraner Riesling aus den Spitzenlagen der Mosel.

Fazit der Probe: Die Rieslinge des Jahrgangs 2003 bieten einen außergewöhnlichen Trinkgenuss, doch müssen sie zum richtigen Zeitpunkt verkostet werden und je nördlicher die Lage, desto unproblematischer die Säure. Besonderer Dank an Karl-Ernst Schmitt für die kompetente Moderierung der Probe.

Regina Brendle, September 2005

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