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DATUM: Saturday, 15.07.2006,  
ORT: Nähere Angaben erfolgen noch!

"Weinbergswanderung in der Heilbronner Markung"

Unter fachlicher Führung eines Heilbronner Winzers begehen wir Heilbronner Weinbergslagen. Den Abschluss bildet ein zünftiges Winzervesper.

 

Weinbergswanderung durch die Heilbronner Markung

Am sonnigen Samstagnachmittag des 15.07.2006 trafen sich die Mitglieder der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. an einem traditionsreichen Ort Heilbronns, an der Baumkelter unterhalb des Wartberges. Diese Baumkelter wurde auf Initiative des „Vaters des Wein-Panorama-Wegs“ und „Initiators des Skulpturenwegs“, Adolf Heinrich, Senior des Heilbronner Weingutes G.A. Heinrich, am Fuße des Wartbergs errichtet. Mit 13 m Länge und dem ältesten Baum aus dem Jahre 1561 ist sie die größte ihrer Art in Süddeutschland, erklärte Adolf Heinrich den Weininteressierten bei einem frischen Glas „Secco“ aus eigener Erzeugung. Vorbei an den so genannten ‚Gruchstätten’, die früher zum Abstellen von Kopf- und Rückenlasten dienten und den Skulpturen der ‚Schwarzen Hofmännin’ und der ‚Großen Liegenden’ betrachtete man dann den von Adolf Heinrich in Auftrag gegebenen ‚Stein mit dem Amtsschimmel’, der so manch satirisches Element enthält, wie augenzwinkernd erklärt wurde.
Nach einem Aufstieg durch die rosengesäumten Weinberge des Wartberges erreichten wir ein herrschaftliches ‚Wengerthäusle’, das ein im Jahre 1743 errichtet Statussymbol der Familie Bammesberger war und noch heute im Familienbesitz ist. Bei einem „Wartberg Riesling Steillage“ des Jahrgangs 2005 erzählte uns Adolf Heinrich, dass sich hier Fritz Ulrich, ein namhafter Württemberger Politiker mit seinen oppositionellen Gesinnungsgenossen während der Naziherrschaft  traf. Nur wenige Schritte weiter befindet sich der Gedenkstein der am 4. Dezember 1944 bei dem alliierten Luftangriff auf Heilbronn verstorbenen Mitglieder des Heilbronner Winzerstandes

An einem Aussichtspunkt des Weges befinden sich Holzbänke, welche zum Verweilen und schauen auf die imposanten Steillagen des Wartberges und auf die Stadt Heilbronn einladen.  

Ziel der Wanderung vorbei an weiteren interessanten Skulpturen war der zweitälteste Wasserbehälter Heilbronns, der 1926 installiert wurde und der auf Vorschlag von Adolf Heinrich in ein Freilandmuseum umgestaltet wurde. Die beeindruckenden Fassadenarbeiten wurden von der Stuckateurmeisterschule ausgeführt. „Trink so Dich dürstet“ steht am Brunnen dort geschrieben und – welch Überraschung – der Trollinger floss auf Knopfdruck. Bei einer deftigen Vesper mit  guten Weinen des Weingutes G.A. Heinrich klang ein interessanter Nachmittag in der Abendsonne mit Blick über Heilbronn harmonisch aus. Ganz besonderer Dank gilt unserem Führer Adolf Heinrich, der uns sehr viel Interessantes und Anekdoten über den Heilbronner Weinbau und den Winzerstand erzählen konnte.

                                                                                                                         RB / KES

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