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DATUM: Wednesday, 16.05.2007,  19:30 Uhr
ORT: St. Peter + Paul

"Die Vinissima"

12 "Vinissima-Damen" werden uns zu unserer Jubiläumsveranstaltung (200te Veranstaltung seit Gründung) ihre Vereinigung und natürlich auch ihre Weine vorstellen.

 

Zu einem Fest für den Gaumen und die Sinne machte die Vereinigung „Vinissima
der Landesgruppe Württemberg das Jubiläum, die 200. Veranstaltung Weinbruderschaft
Heilbronn seit ihrer Gründung im Jahre 1991.

Treffender als in dem nachstehenden, am 22. Mai in der „Heilbronner Stimme“ aus
der Feder des Weinjournalisten Kilian Krauth erschienenen Artikel könnte dieses Event
nicht beschrieben werden.
Das ausgesprochen hohe Qualitätsniveau der von den ‚Vinissimae’ vorgestellten Weine
macht eine Probenbewertung mit 85,4 / 100 Punkten, einem „Sehr gut“ mehr als deutlich.

Unser herzlichster Dank nochmals an die Damen der „Vinissima“, vor allem an ihre
Sprecherin und Organisatorin, Frau Pamela Kruppa, für diesen genussvollen und infor-
mativen Abend.

KES

Artikel Heilbronner Stimme, von Kilian Kraut

Starke Weine vom angeblich schwachen Geschlecht

Was die 31 Männer und 13 Frauen der Weinbruderschaft Heilbronn mit den 300 Frauen der bundesweiten Vereinigung "Vinissima Frauen und Wein" verbindet, liegt auf der Hand: der Wein und seine Kultur. Es gibt aber noch eine andere Gemeinsamkeit. Beide wurden 1991 aus der Taufe gehoben, zudem sind einige "Weinschwestern" Mitglied in beiden Vereinigungen.
     Anlässlich der 200. Bruderschaftsprobe stieß "man mit Frau" nun im Gemeindehaus an der Fischergasse an. Zwölf Württembergerinnen gaben dabei nicht nur Einblicke in die Arbeit von "Vinissima", sondern auch in Weinberge, Keller, Küche und hinter die Kulissen einer von Männern dominierten Branche. Als Gudrun Albrecht aus Flein einmal beim Weinbauverband nachfragte, wie viele Frauen denn in den Verbandsgremien vertreten seien, "wurde ich abgewürgt". Dass Frauen inzwischen mehr als ein Wörtchen mitzureden haben, zeigen prominente "Vinissimae" wie Weinbetriebswirtschafts-Professorin Ruth Fleuchaus oder die Bundestagsabgeordnete und Ex-Weinkönigin Julia Glöckner, gab Sprecherin Pamela Kruppa (Remshalden) zu verstehen.

Feine Nase
Auch an der Basis stehen Wengerterinnen ihre "Frau". So hat etwa Heidrun Hohl aus Willsbach gegen den Widerspruch ihres Mannes Hermann und anderer Willsbacher Genossen die pflegeintensive Sorte "Weißburgunder" pflanzen lassen. Mehr oder weniger Punkte ernteten in der sympathisch kommentierten Jubiläumsprobe acht "Damenweine" sowie ein Fleiner Samtrot-Sekt.
     Dorothea Braun-Ribbats These, wonach Frauen "die feinere Zunge und Nase" besitzen, untermauerte Beraterin Antje Weierstrahls und Gastronomin Inge Rieck (Linde Neckarsulm) mit Pesto- und Hohenloher-Käse-Variationen, die nicht nur zu Monika Drautzens (Drautz-Able) Sauvignon blanc zu empfehlen waren.
     Dass Frauen mitunter ansprechender auftreten, demonstrierte Nanna Eißler aus Vaihingen, dass sie oft auch die blumigeren Worte finden, Michaela Kern aus Neckarsulm, die sich beim Justinus K. der Heilbronner Genossenschaftskellerei "an eine Blumenwiese nach frischem Regen" erinnert sah. Für Mut und Innovationsfreude stand Ex-Weinkönigin Andrea Gruber aus Eschenau mit ihrem Barrique gereiften Gewürztraminer. Wie man ein möglichst breites Publikum anspricht, zeigte Christine Golter aus Ilsfeld mit ihrem Acolon.

International
Aufs internationale Parkett hoben die Probe Tina Hengerer-Müller (Drautz-Hengerer, Heilbronn) mit ihrer Lemberger Auslese sowie Daniela Heid mit einem Fellbacher Syrah. Den Vergleich mit den von Weinbruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt gereichten Burgunder, Barolo und des Fürsten "In Senio" hielten die beiden letzen Tropfen mühelos Stand.

Quelle: Heilbronner Stimme, Kilian Kraut

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