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DATUM: Saturday, 14.07.2007,  bis Sonntag 15.07.2007
ORT: Exkursion

"Terminänderung !"

Weinkulturelle Exkursion an den Kaiserstuhl
Vom wärmsten Klima Deutschlands begünstigt, präsentieren sich hier großartige Weine, insbesondere die  verschiedenen Burgundersorten. über den Ablauf der Exkursion erfolgt eine separate Information!

 

Ein Sommerweinwochenende am Kaiserstuhl

Die diesjährige Exkursion führte die Weinbruderschaft Heilbronn am Wochenende des 14./15. Juli 2007 an den Kaiserstuhl. Treffpunkt war pünktlich um 10:00 Uhr auf der Terrasse des Staatsweingutes Freiburg & Blankenhornsberg, wo wir bereits von Herrn Huber mit einem Glas Chardonnay-Sekt erwartet wurden. Neben dem erfrischenden Aperitif genoss man zunächst die herrliche Aussicht nach Westen auf Breisach und die Vogesen, von wo aus Richtung Burgund warme Luftmassen an den Kaiserstuhl strömen und nach Osten Richtung Freiburg und Tuniberg, wo auf flurbereinigten Terrassen die edlen Weine des Kaiserstuhls wachsen. Das Staatsweingut ist heute Forschungsstation für pilzresistente Rebsorten und Klonzüchtung, einer seiner Gründer, Professor Adolf Blankenhorn hat sich bei Forschungsarbeiten über die Reblaus einen Namen gemacht. Nach kurzer Kellerbegehung folgte der angenehmste Teil des Weingutbesuches, die Verkostung der Weine. Der Riesling wie auch die Grau- und Weißburgunder mundeten ganz vorzüglich, brillierten durch Extrakt und Eleganz. Beeindruckend war der Bacat, ein badisches rotes Cuvée aus alternativen Betrieben.
Nach kurzer Mittagspause auf der Terrasse von „Karle’s Weinkrügle“ in Ihringen fuhren wir nach Breisach, um unsere schönen Zimmer im „Hotel am Münster“ mit Blick auf den Rhein zu beziehen.

Wenig später trafen wir uns vor dem Badischen Winzerkeller in Breisach wieder, wo Herr Dörr, einer der Vorstände uns bereits mit einem Glas Pinot Noir Sekt empfing. Der Badische Winzerkeller, so erfuhren wir, ist die größte Erzeugerkellerei Europas und verarbeitet pro Jahr 35 Mio. kg. Trauben und verfügt über eine Lagerkapazität für 120 Mio. l. Wein, dabei sind ihm 35 Winzergenossenschaften angeschlossen. Bei 6.000 Mitgliedern und 2.800 ha Rebfläche werden 60 verschiedene Rebsorten ausgebaut und 600 verschiedene Weine pro Jahr bereitet. In 3 Abfülllinien können bis zu 20.000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden. In der neuen Sektkellerei können 5 Mio. l Sekt hergestellt werden. Nach Besichtigung der Tankhallen fuhr man mit einem Zügle durch einen als Museum gestalteten Tunnel zurück zum Hauptgebäude, wo man sich nun ganz den Weinen widmete. Doch diesmal sollte die Weinprobe etwas wissenschaftlicher ausfallen. So wurde jeweils der gleiche Ausgangswein unterschiedlichen Ausbaumethoden unterzogen und es war hochinteressant, welche Nuancen durch Einsatz von Tankpresse, Dekanterverfahren, Feinhefelagerung, Bukettenzyme oder Trockeneispellets dabei zustande kamen.

Kurz nach unserer Rückkehr ins Hotel kam auch der kulturelle Teil unserer Exkursion nicht zu kurz. Während einer Stadtführung erfuhren wir von unserer charmanten Stadtführerin alles über die Geschichte von Breisach und seinem berühmten Münster. Der Abend bot den Höhepunkt unseres Ausfluges. Ein Gala-Menü auf der sommerlich warmen Terrasse des Hotels am Münster mit Blick auf den Rhein und dem besten, was Keller und Küche zu bieten hatten. Von der Auster als amuse bouche bis zum Eiswein blieb kein Wunsch offen und das hervorragende Steak wurde von sechs verschiedenen Spätburgundern begleitet. Bei Kerzenlicht und dem Nationalfeiertagsfeuerwerk der französischen Nachbarn genoss man das Dessert, einen zarten bretonischer Sandkuchen, begleitet von zwei hinreißenden Eisweinen – ein unvergesslicher Abend!

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet – dank des guten Wetters ebenfalls auf der Terrasse des Hotels fuhren wir zu einem der bekanntesten Winzer des Kaiserstuhls – zum Weingut Dr. Heger, wo wir von Markus Mleinek bereits erwartet wurden. Bei einer Besichtigung des Gewölbekellers aus dem 17. Jahrhundert wurde uns auch der Unterschied zwischen dem Weingut Dr. Heger und dem Weinhaus Joachim Heger erklärt. Im mediterranen Ambiente des Innenhofs wurden später von beiden Häusern Weine verkostet und so manch einer beschloss für sich, dass man eigentlich von beiden gerne etwas haben wollte, denn sowohl Weiß- als auch Spätburgunder waren von erstklassiger Qualität und machten Lust auf mehr. So wanderte doch so mancher Karton in den Kofferraum. Leider hieß es nach einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Holzöfele“ in Ihringen für viele bereits Abschied nehmen nach einem qualitativ erstklassigen Wochenende am Kaiserstuhl, für dessen Organisation Karl-Ernst Schmitt und dem Ehepaar Dörr ganz besonderer Dank gebührt.

Regina Brendle, Juli 2007

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