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DATUM: Wednesday, 16.04.2008,  19:30 Uhr
ORT: St. Peter + Paul

"Das Alentejo"

Dieser Abend ist einer der dynamischsten Weinbau-
regionen im Süden Portugals und ihren mittlerweile ausgezeichneten Weinen gewidmet.

 

Weine aus dem Alentejo


Am 16. April 2008 präsentierte Weinbruder Bernd Rathke den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. die Weine des Alentejo, eine der aufstrebenden Weinregionen Portugals. Auf einer Landkarte konnte man gut nachvollziehen, aus welchem Gebiet der soeben verkostete Wein stammte. Etwa 22.000 ha Rebfläche, hohe Jahrestemperaturen und Regenarmut zeichnen diesen Landstrich aus, der von seinen Bewohnern gerne als Paradies bezeichnet wird, was wohl auch von den 3000 Sonnenstunden pro Jahr herrühren mag.

Ein 2006er „White“, von Adega Cartuxa aus Evora war der erste Kostwein, erinnernd an Zitrusfrüchte, komplex und von samtigem Geschmack. Der zweite Wein, 2006er „White der Quinta do Carmo trug – man staune - die 5 Pfeile der Rothschilds auf dem Etikett und die seit 1992 bestehende französisch-portugiesische Zusammenarbeit brachte einen ansprechenden Wein von feinem Säure-Frucht Spiel hervor. Ein Spitzenwein im Weißweinbereich war der „2006er „Tapada del Coelhjeiros Chardonnay“ der Herdade dos Colheiros, prämiert mit der Goldmedaille der Chardonnays beim Weltweinwettbewerb mit harmonisch eingebundenen Holztönen, ausdrucksvoll und sehr elegant.

Erster Rotwein des Abends: Ein 2006er „Red“; Chaminé aus den Rebsorten Aragonez, Syrah und Touriga Nacional, einer der bekanntesten Rebsorten Portugals, die tiefschwarze, hochkonzentrierte, tanninreiche Weine mit Kräutertönen hervorbringt. Von einem der Topweingüter kommt der
 2005 „Dom Rafael Red“, Mouchao, bei dem die Rebsorte Trincadeira Körper, sanftes Tannin und den Duft von Pflaumen und Gewürzen bringt ebenso wie bei der folgenden 2005er Cuvée Touriga Nacional & Trincadeira; von Pontual, die sich wohl auch als Essensbegleiter sehr gut eignet. Ein sortenreiner 2005er Aragones aus dem hochmodernen 400ha-Betrieb Joao Portugal Ramos, einem der Senkrechtstarter im Alentejo, erschien fast noch zu jung um schon getrunken zu werden, wirkte er doch noch etwas säurebetont. Reifer und besser strukturiert wirkte dagegen der „2003er Aragonez“ von Cortes de Cima; in Vidigueira; im Geschmack viel rote Früchte und Zimtnoten. Ein weiteres Ergebnis „Rothschild-portugiesischer“ Zusammenarbeit war der 2002er „Red“, von der Quinta do Carmo, rubinrot im Glas, konzentrierte reife Früchte mit Gewürznoten, intensive Tannin und Vanilletöne zeichnen diesen Wein aus.
Zu den drei höchstbewerteten Weinen der Probe:
Die portugiesische Fachpresse bewertete den nun folgenden 2001er „Red“; der Genossenschaft Reguengos garrafeiras Socios mit ‚sehr gut’ und dies völlig zu Recht. Aromen reifer Früchte und ein langer Abgang zeichnen diesen Wein, der in Barriques aus portugiesischer Eiche ausgebaut wurde aus.
Unsere Durchschnittsbewertung liegt bei 88,6 Punkten.
Der 2003er Trincadeira; von Herdade do Esporao, aus Finagra stammt aus einer der führenden portugiesischen Kellereien, die mit modernster Kellerwirtschaft solch großartige Weine wie diesen hervorbringt: Fast opulente Fruchtnoten mit Geschmack konzentrierter Backpflaumen präsentierten sich im Glas.(Bewertung 88,6 Punkte). Höhepunkt des Abends: Ein 2001er  Touriga Nacional; ebenfalls von Herdade do Esporao; Finagra, aus einer der hochwertigsten Rebsorten Portugals, tiefschwarz, hochkonzentriert, intensiv fruchtig und sehr harmonisch. Mit 91,4 Punkten der mit Abstand höchst bewertete Wein des Abends.

Besonderer Dank an Weinbruder Bernd Rathke, der für uns an einem verregneten Aprilabend die Sonne ins Glas geholt hat.

KES / RB     April 2008

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