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DATUM: Wednesday, 26.11.2008,  19:30 Uhr
ORT: St. Peter + Paul

"Literarische Weinprobe: „Mit Wilhelm Busch auf Weinreise"

Die Konventsmitglieder Dorothea Braun-Ribbat und Holger Schmidtchen führen und begleiten uns charmant und kompetent auf dieser heiter-besinnlichen Weinreise.

 

Literarische Weinprobe: „Mit Wilhelm Busch auf Weinreise“
Als Hommage an Wilhelm Busch  zu dessen 100. Todestag war die literarische Weinprobe am 26.11.2008 in der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. gedacht, zu der Dorothea Braun-Ribbat und Holger Schmidtchen die Werke des großen Dichters in Zusammenhang mit den von ihm besonders geschätzten Weinen den Probenteilnehmern näher brachten.

„Wie lieb und luftig perlt die Blase der Witwe Klicko in dem Glase“. So lernt man schon in der Hochzeitsreise der frommen Helene den Champagner eines renommierten Hauses kennen, aus dem schon 1822 ein Jahrgangschampagner kam und von dem auch wir einen 180 Jahre jüngeren Jahrgang probierten. Zu Weinen des Staatlichen Hofkellers, Würzburg, einem „2006er Abtswinder Altenberg Silvaner Kabinett trocken“ und einem „2004er Würzburger Stein Großes Gewächs Riesling Spätlese“ trocken, einer Gegend, wo Wilhelm Busch seine Jugend verbrachte, hörten wir die „Kritik des Herzens“ und das Gedicht „Wankelmut“. Wilhelm Busch rauchte und trank zu Lebzeiten nicht gerade wenig und sein Satz „… er kennt keine weibliches Verbot, drum raucht und dampft er wie ein Schlot“ ist sehr zutreffend.

Im Jahre 1865 gelang Wilhelm Busch der wirtschaftliche Durchbruch mit „Max und Moritz“, seit 1867 lebte er in Frankfurt bei der Bankiersfamilie Kessler, wo Rheingauweine getrunken wurden, und so standen der „2005er Hattenheimer Nussbrunnen Riesling Kabinett trocken“ des Weinguts Freiherr Langwerth von Simmern in Eltville und der 2007er Hattenheimer Pfaffenbergf Riesling Kabinett feinherb von Schloss Schönborn für diese Lebensphase. Und so lässt er seinen Junggesellen Knopp mit Freund Mücke feststellen, dass man „…getrost inzwischen etwas Rheinwein daruntermischen“ kann.

Wilhelm Busch war leidenschaftlicher Liebhaber der großen Pfälzer Weine, sein Verleger hieß Otto Bassermann, was auch die Auswahl der beiden folgenden Weine, einem „2007er Forster Ungeheuer Riesling Kabinett trocken“ von Bassermann-Jordan und einem Ungsteiner Weilberg Großes Gewächs Riesling trocken, begründet.

„Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben“ ist wohl Busch’ s berühmtester Ausspruch im Zusammenhang mit Wein und so genossen wir einen „2007er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken“ von Schloss Schönborn, wie dies Wilhelm Busch auch gerne während der Eisenbahnfahrt tat. Den Bordeaux schätzen lernen soll Knopp bei Rektor Debisch denn dorten lieget auf dem Stroh eine Flasche voll Bordeaux; wir schätzten den „2003er Chateau La France Bordeaux Superieur“ von S.C. de Foncaude Fermier, Beychac et Caillau und nach den Ereignissen bei Wilhelm Busch lernt man: „nur des Geistes Kraft allein schneidet in die Seele ein.“
Ein Abschluss wie er gelungener nicht sein könnte, war die Geschichte des Unglücksraben Hans Huckebein, welche in Briefmarkenform als Etikett den „2005er Fabelhaft Douro tinto DOC“ von Nieport Vinho SA ziert


Ganz herzlicher Dank an Holger Schmidtchen und Dorothea Braun-Ribbat, für die vergnügliche Moderation dieser sehr gelungenen einmal etwas anderen Weinprobe.

Regina Brendle, Dezember 2008.

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