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DATUM: Saturday, 09.05.2009,  19:00 Uhr !
ORT: St. Peter + Paul

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Die Weinbruderschaft „Vestischer Weinkonvent zu Recklinghausen e.V.“ ist an diesem Abend zu Gast bei einer „Württemberg-Probe“, die Weinbruder Peter Albrecht kommentieren wird.

 

                                             Große Württembergprobe mit dem Vestischen Weinkonvent

Am Wochenende vom 8. bis 10. Mai 2009 besuchten die Mitglieder des „Vestischen Weinkonvents zu Recklinghausen“ das Heilbronner Land.  Höhepunkt des von Mitgliedern der Weinbruderschaft Heilbronn e.V. begleiteten Wochenendes war die „Große Württembergprobe“ im Gemeindehaus St. Peter und Paul, die von der Württembergischen Weinprinzessin Tabea Buck und Weinbruder Peter Albrecht moderierend begleitet wurde.

Der Vestische Weinkonvent zu Recklinghausen, den Vorstand Dr. Dieter Stahlherm vorstellte, besteht seit 1975 und vereint weininteressierte Menschen aus dem nördlichen Rand des Ruhrgebiets,
einem Land, in dem man nach landläufiger Meinung dem Thema Wein eher zurückhaltend gegenüber steht.
Andererseits, so Karl-Ernst Schmitt, Bruderschaftsmeister der Weinbruderschaft Heilbronn e.V., haben die schwäbischen Weine noch gar nicht so lange die heutige Marktpräsenz außerhalb des Anbaugebietes. Erst ein verstärktes Marketing, und verändertes Konsumverhalten haben u.a. zur Verbreitung dieser Weine beigetragen. Auf ca.11.000 ha Rebfläche (10 % der Gesamtanbaufläche Deutschlands) hat das Anbaugebiet Württemberg jedoch die größte Sortenvielfalt vorzuweisen und das sollte den Gästen aus Recklinghausen vorgestellt werden.

Die Probe begann mit zwei „Alltags- und Vesperweinen“, die zu einem schwäbischen Vesper gereicht wurden: Einem spritzigen 2008er Schillerwein trocken des Weinguts Albrecht-Kiessling, Heilbronn und einem 2008er „Vinissima-Trollinger“ des Weinguts Drautz-Hengerer, Heilbronn um dann den filigranen 2008er „Bönnigheimer Sonnenberg“ *** Weißburgunder trocken des renommierten Winzers Ernst Dautel zu genießen. Die Erfolgsgeschichte des Justinus K ließ sich dann durch den von Peter Albrecht selbst erzeugten 2007er „Justinus K“ erzählen. König der württembergischen Weißweine und deutscher Weißweinexportschlager ist der Riesling. Von dieser Sorte wurden zwei hochwertige Weine des Jahrgangs 2007 angestellt: Der mineralische, schlanke „Löwensteiner Wohlfahrtsberg“ Riesling **** trocken des Weinguts Zipf, Löwenstein und der sehr aromatische, frische „Neipperger Schlossberg“, Riesling Spätlese trocken des Grafen Neipperg, Schwaigern.

Ein 2008er „Heilbronner Stiftsberg“ Trollinger trocken, alte Reben von Peter Albrecht leitete zu den Rotweinen über. Peter Albrecht erklärte, dass frühere Winzer zwischen 1-11/2 Flaschen Trollinger pro Tag getrunken haben sollen – Trollinger als Geheimformel fürs Alt werden? Der Frühburgunder, im schwäbischen Clevner genannt, eine Heilbronner Spezialität , wurde in Form einer 2007er „Clevner Spätlese“ von der WG Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg verkostet. Danach kommentierte Tabea Buck die Lauffener Spezialität des 2007er Schwarzrieslings „Josua“ trocken der WG Lauffen: Ein im Barrique ausgebauter Wein, rauchig, mit Geschmacksnoten von Pflaumen und getrockneten Beeren. Rund und vollmundig schmeckte der 2007er „Spätburgunder R“  trocken vom Weingut Wöhrwag, Untertürkheim. Repräsentativ für Rotweincuvées waren die 2007er „Laetitia“ von W. Kießling, Heilbronn die nicht im Holz ausgebaut spritziges Trinkvergnügen bereitet und die 2007er „Cuvée Maximilian“ vom Weingut Kistenmacher-Hengerer, Heilbronn, ein im Holzfass ausgebauter anspruchsvoller Wein mit Tiefgang. Flaggschiff der württembergischen Rotweine ist der Lemberger, wo ebenfalls ein interessantes „Paar“ verkostet wurde: Der 2007er „Hohenhaslacher Kirchberg“, Lemberger trocken des Weinguts Notz, Gewinner des Vaihinger Löwen im Jahr 2009 und der im Barrique ausgebaute 2005er Lemberger „Ernst Combé“ trocken des Weinguts Wachtstetter aus Pfaffenhofen, der sehr gerbstoffreich war und noch großes Potential hat. „Samtiger“ Ausklang der Probe war die 2007er „Fleiner Kirchenweinberg“ Samtrot Auslese der WG Flein-Talheim, ein Wein, bei dem die Süße gekonnt eingebunden war und der die Probe harmonisch beschloss.
Viel Lob und Dank wurde dem Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt, dem Kellermeister der Weinbruderschaft Heilbronn, Peter Fleischmann und Weinbruder Peter Albrecht für die Zusammenstellung dieser hervorragenden „schwäbischen Querschnittsprobe“ ausgesprochen. Ein reger Dialog und eine interessante Diskussion machten wieder einmal mehr deutlich, dass Wein ungemein verbindet. Sehr treffend brachte dies ein Mitglied des Vestischen Weinkonvents auf den Punkt: „Ausgezeichneter Wein weckt Enthusiasmus und was man mit Enthusiasmus tut, wirkt erfolgreich.“.

Regina Brendle / Karl-Ernst Schmitt
 Mai 2009

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